Schon kurz vor der offiziellen Parteigründung hat die Hanfpartei einiges zu meistern. Cannabis-Legalisierung, Wohlstand und ein neues demokratisches System für alle. Die Hanfpartei verschreibt sich den Punkten wie der ökologischen sowie sozialen Nachhaltigkeit, selbst sieht sie sich als Alternative zu bestehenden Parteien und will das Loch zwischen Links und Mitte schließen.

Am 15. September dieses Jahres findet die offizielle Gründung einer neuen Partei statt. Weil der Gründer der Hanfpartei selbst an Migräne seit der Kindheit leidet, wusste er genau, das Cannabis bei seinem Fall helfen würde. Obwohl er diese Erkenntnis durch Selbstversuche bestätigte, strapazierte ihn der Weg bis zum medizinischen Cannabis sehr. Alle Standard-Therapien schlugen nicht an, er war also „austherapiert“.

Natürlich geht es aber nicht darum als Partei alleine für die Legalisierung für Cannabis zu stehen. Es geht ebenfalls um Wirtschaftliche Themen, auf der Website kann man folgendes lesen.

„Unser Konzept ist ökonomisch durchdachter als die Konzepte jeder anderen Partei. Wir dressieren den Kapitalismus, nutzen seine Antriebskraft, und ordnen ihn den Interessen sämtlicher Menschen unter. Als einzige Partei können wir die Mega-Probleme lösen, die andere Parteien nur verwalten: Armut, Niedriglohn, Niedrigrenten, Arbeitslosigkeit, Unterwerfung des Lebens unter die Anforderungen der Wirtschaft, Staatsverschuldung, Finanzspekulationen, Immobilienspekulationen, …“

Wer in der politischen Runde unter bestehenden Parteien herausstechen will, benötigt meist mehr als ein Thema. Dennoch ist das zentrale Thema der Partei: Die Entkriminalisierung und die Freigabe von nutzbarem Hanf.

„Im Hanf zeigt die Natur ihr Genie: genügsam, hocheffizient, vielseitig nutzbar. Medizinisch und als Genussmittel (Cannabis), als Baumaterial, Textilfaser und ökologisches Wunder.“

Das Ziel der Hanfpartei ist nicht alleine das Cannabis zu entkriminalisieren, auch alle Opfer der Justiz die in der Vergangenheit Probleme mit Cannanbis und den Behörden bekamen sollen entschädigt werden. Dazu zählen Haft und oder Geldstrafen.

„damit auch deine Enkel diesen wunderbaren Planeten genießen können“ lautet ein Satz der Hanfpartei. Die Werte und Ziele liegen auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Laut der Website verfolgt die Hanfpartei in ihrem Programm folgende Ziele und Werte

  • Demokratie
  • Zukunftsfähigkeit
  • Freiheit
  • Gemeinsamkeit
  • Kompatible Kulturen
  • Trennung von Staat und Kirchen/Religionen
  • Grundrechte laut Grundgesetz und UN-Menschenrechtserklärung

Doch was wird konkret gefordert?

Hier gibt es ein paar Beispiele aus dem Parteiprogramm.

Cannabis und die Hanfpartei

Kontrollierte Freigabe mit sofortiger Entkriminalisierung, auch rückwirkend. Die Freigabe für Cannabis soll an Menschen über 18 Jahren erfolgen. Jeder der Probleme mit der Justiz hat, im Zusammenhang mit Cannabis, wird umgehend rehabilitiert. Erwerben darf es jeder Erwachsene und der Eigenanbau ist unter bestimmten Anforderungen auch möglich.

Obwohl der Selbstanbau zu Hause erlaubt ist, wäre er in den Händen von Cannabis-Genossenschaften die ebenfalls dem Wissensaustausch dienen, sinnvoller. Bei den CGs dürften die Pharmafirmen und Apotheken dann ihren Bedarf decken, denn im Bereich der medizinischen Anwendung ist der Hanf durchaus gefragt. Die Forschung soll aber auch beim Thema Nutzhanf nicht zu kurz kommen.

Hanf soll ein integraler Bestandteil unserer Lebensweise in Landwirtschaft, Ernährung, Genussmittel, Pharmazie, Gesundheit, Industrie und Bekleidung sein, der uns von fossilen Rohstoffen weitestgehend unabhängig macht.“

Altes Steuersystem durch „Keine Steuern“ ersetzen

Ganz ohne Steuern will auch die Hanfpartei nicht leben, allerdings zahlt man erst ab einem Vermögen von 30 Millionen Euro seine Abgaben. Das bisherige Steuersystem ist „ineffizient, ultrakompliziert und ungerecht“.

Grundeinkommen finanziert Wirtschaft zu 100%

Ein BGE in Höhe von 2.000 Euro welches die Wirtschaft zu 100% finanziert. BGE ist übrigens ein bedingungsloses Grundeinkommen das jedem Einwohner, der legal in Deutschland lebt, ohne Bedarfsprüfung und ohne Sanktionen bereitgestellt wird. Es ist existenzsichernd und lässt uns an der gesellschaftlichen Teilhabe teilnehmen.

DIE Demokratie

Temporäre Bürgerparlamente mit Abgeordneten, die zufällig per Los statt durch Wahlen bestimmt werden. Darüber hinaus direkt gewählte Kanzlerinnen oder Kanzler, die keiner Partei angehören müssen. Das ist das „revolutionärste aller Demokratischen Systeme“.

Die Hanfpartei soll eine Alternative darstellen, die im linken Wählerspektrum agiert. Das „linke Vakuumspektrum“ soll damit gefüllt werden, sozusagen sieht die Partei sich selbst als „die wahren Sozialdemokraten“ an.

Hoffentlich gelingt es der Partei einen guten Start hinzulegen und wer weiß, wenn das Wählerspektrum stimmt, sehen wir die „wahren Sozialdemokraten“ eventuell im Landtag. 

Wer noch mehr Informationen über die Hanfpartei erhalten will, kann die Website aufrufen

 

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